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Seit wesentlich mehr als 10 Jahren vermietet er sein Gesicht und seine Stimme.
Als er 1996 als Praktikant zu LandesWelle Thüringen kam, war er absolut davon überzeugt, dass man ihn behalten würde. Schon aus Dankbarkeit.
So kam es dann auch. In der zweiten Woche seines Praktikums wurde die Nachtmoderatorin krank und schwupps stand Daniel das erste mal am Mikrofon.
Die Publikumsreaktionen danach:
"Bist du krank, du hast dich so komisch angehört..." (Mutter)
"Ich hab schon geschlafen..." (Thomas)
"Hmm." (der Rest der Welt)
Aber ein Anfang war gemacht. Ab jetzt hieß es Nachtsendung täglich und Langeweile pur. Aber ein schöner Übungsplatz. Nur ein paar Wochen später wurde er mutig und begann blöde Spiele on Air zu spielen und dabei wild mit den Hörern zu telefonieren. Von nachgewiesenen 0 Hörern am Anfang konnte er die Reichweite zu seiner Sendezeit auf 17.000 Hörer steigern. Juhu. Das Dreifache wie die Konkurrenz.
Aber was nützen dem Privatfunk viele Hörer in der Nacht? Nix. Morgens will man die haben - also: Ebert macht die Frühsendung.
Nach noch einem Jahr aufstehen um 3 und Bettzeit 17 Uhr wechselt er wegen Desozialisierung zum MDR. Hier spricht er die Nachrichten und reportert für Sputnik und Jump.
2001 ruft die Heimat und ein kleiner, erfolgloser Regional-TV-Sender. Ebert wird Programmleiter und treibt mit ein paar einfachen Kniffen die Zuschauerzahlen in die Höhe. Und wie macht man daraus Geld? Das weiß man dort bis heute noch nicht. Aber immerhin hat er eine wöchentliche Talkshow hier und holt große Namen wie Regine Hildebrandt oder Gregor Gysi in die Minifunkstation.
2002 ruft dann Stuttgart und Ebert rennt. Zuerst zu Big FM, dann zu sonnenklar.TV. Hier ist er dann auch als Moderator zu sehen. Seine Shows haben die besten Quoten aber nur mittelmäßige Umsätze. Die Zuschauer haben sich eben bestens unterhalten und dabei vergessen, den Prassel auch zu kaufen. Perfekt bei RTL, nicht so gut beim Teleshopping. Trotzdem macht es Spaß zu funken und Ebert sieht es als Übungsplatz - täglich live...immerhin.
2005 entsteht die erste eigene Comedy (in Ausschnitten auch hier auf der Seite) "Das Sofa". Technische Probleme verhindern die Fertigstellung noch im selben Jahr. Aber inzwischen kann sich das Ergebnis sehen lassen. Vielleicht sogar bald im ZDF.
2007 will Ebert auf zu neuen Ufern. Oder Gipfeln. Oder eben irgendwohin. Kompromisslos verfolgt er nunmehr sein Hauptziel: gnadenlose Unterhaltung mit Hirn und Nivea. Nein, ich habe kein "u" vergessen. Bei Herrn Ebert wird Körperpflege groß geschrieben. Steht ja auch so im Duden.
Im August 2008 war von einem Tag auf den anderen plötzlich alles anders. Da wurde gefunkt was das Zeug hält, multimedial, gitarrenlastig und frech. Kackfrech. Ein freundlicher Nachmittag sollte das werden auf 23 Frequenzen in Hessen. Es wurde eine Nachmittagssendung, die von der FSK das Prädikat "besonders subtil" erwartet. Doch auch da kam wieder alles anders...
Derzeit fügt Herr Ebert den Menschen in Hessen eine tägliche Morgensendung zu. Der unglaublich einfallsreiche Titel: "Die wunderbare Welt des Herrn Ebert". Das wird von dieser Strahlanstalt bereitwillig verbreitet. Darüber hinaus kokettiert Herr Ebert derzeit massiv mit dem MDR. Hier isser im Fernsehen zu sehen. Gelegentlich.